Die Gedichte.

Rainer Maria Rilke

Anfangszeilen.   Alphabetisches Verzeichnis.

A | B | C | D | E | F G H | I | J K L | M | N | O | P | Q | R S T | U | V W | X | Y | Z

495 Einträge

O

O Brunnen-Mund, du gebender, du Mund, / der unerschöpflich Eines, Reines, spricht ...
        O Brunnen-Mund  Rainer Maria Rilke  Die Sonette an Orpheus (1922)

O Bäume Lebens, o wann winterlich? / Wir sind nicht einig.
        Vierte Elegie, Die  Rainer Maria Rilke  Duineser Elegien (1922)

O Herr, gib jedem seinen eignen Tod. / Das Sterben, das aus jenem Leben geht, / darin er Liebe hatte, Sinn und Not.
        O Herr, gib jedem seinen eignen Tod  Rainer Maria Rilke  Das Stundenbuch (1905)

O diese Lust, immer neu, aus gelockertem Lehm ! / Niemand beinah hat den frühesten Wagern geholfen.
        O diese Lust  Rainer Maria Rilke  Die Sonette an Orpheus (1922)

O dieses ist das Tier, das es nicht giebt. / Sie wußtens nicht und habens jeden Falls / sein Wandeln, seine Haltung, seinen Hals, / bis in des stillen Blickes Licht ...
        O dieses ist das Tier  Rainer Maria Rilke  Die Sonette an Orpheus (1922)

O du wilde weite Werferin: / Wie ein Speer bei andern Dingen / lag ich bei den Meinen.
        Eranna an Sappho  Rainer Maria Rilke  Neue Gedichte (1907)

O erst dann, wenn der Flug / nicht mehr um seinetwillen / wird in die Himmelsstillen / steigen, sich selber genug, / um in lichten Profilen, / als das Gerät, das gelang, / Liebling der Winde zu spielen, / sicher, schwenkend und schlank ...
        O erst dann  Rainer Maria Rilke  Die Sonette an Orpheus (1922)

O hast du dies gewollt, du hättest nicht / durch eines Weibes Leib entspringen dürfen: / Heilande muß man in den Bergen schürfen, / wo man das Harte aus dem Harten bricht.
        Vor der Passion  Rainer Maria Rilke  Das Marien-Leben (1913)

O ihr Zärtlichen, tretet zuweilen / in den Atem, der euch nicht meint, / laßt ihn an eueren Wangen sich teilen, / hinter euch zittert er, wieder vereint.
        O ihr Zärtlichen  Rainer Maria Rilke  Die Sonette an Orpheus (1922)

O komm und geh. Du, fast noch Kind, ergänze / für einen Augenblick die Tanzfigur / zum reinen Sternbild einer jener Tänze, / darin wir die dumpf ordnende Natur / vergänglich übertreffen.
        O komm und geh  Rainer Maria Rilke  Die Sonette an Orpheus (1922)

O trotz Schicksal : die herrlichen Überflüsse / unseres Daseins, in Parken übergeschäumt ...
        O trotz Schicksal  Rainer Maria Rilke  Die Sonette an Orpheus (1922)

O was muß es die Engel gekostet haben, / nicht aufzusingen plötzlich, wie man aufweint, / da sie doch wußten: in dieser Nacht wird dem Knaben / die Mutter geboren, dem Einen, der bald erscheint.
        Geburt Mariae  Rainer Maria Rilke  Das Marien-Leben (1913)

O wie blüht mein Leib aus jeder Ader / duftender, seitdem ich dich erkenn; / sieh, ich gehe schlanker und gerader, / und du wartest nur-: wer bist du denn?
        Opfer  Rainer Maria Rilke  Neue Gedichte (1907)

O wie ist alles fern / und lange vergangen. / Ich glaube, der Stern, / von welchem ich Glanz empfange, / ist seit Jahrtausenden tot.
        Klage  Rainer Maria Rilke  Das Buch der Bilder (1902)

O wo ist der, der aus Besitz und Zeit / zu seiner großen Armut so erstarkte, / dass er die Kleider abtat auf dem Markte / und bar einherging vor des Bischofs Kleid.
        O wo ist der  Rainer Maria Rilke  Das Stundenbuch (1905)

O wo ist er, der Klare, hingeklungen? / Was fühlen ihn, den Jubelnden und Jungen, / die Armen, welche harren, nicht von fern?
        O wo ist er  Rainer Maria Rilke  Das Stundenbuch (1905)

Oft war sie als Kind ihren Dienerinnen / entwichen ...
        Entführung, Die  Rainer Maria Rilke  Der neuen Gedichte Anderer Teil (1908)

Oft wenn in diesen letzten Jahren / Oft wenn in diesen letzten Jahren / ein Leben über mir zusammenschlug, / das fremde Leben irgend einer Frau, / ich neben meiner Mitte, ungenau, / entzogen meinem weltigen Bezug / ich Helfer dastand, mit der Hülfe in / der linken Hand.
        Oft wenn in diesen letzten Jahren  Rainer Maria Rilke  Cornet (1899)

Ohne Sorgfalt, was die Nächsten dächten, / die er müde nichtmehr fragen hieß, / ging er wieder fort; verlor, verließ ...
        Fremde, Der  Rainer Maria Rilke  Der neuen Gedichte Anderer Teil (1908)



www.sternenfall.de · 29.7.2006 · info@sternenfall.de
 ·  Valid Strict HTML 4.01!