Die Gedichte.

Rainer Maria Rilke

Anfangszeilen.   Alphabetisches Verzeichnis.

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495 Einträge

U

Um zu begreifen, wie sie damals war, / mußt du dich erst an eine Stelle rufen ...
        Darstellung Mariae im Tempel, Die  Rainer Maria Rilke  Das Marien-Leben (1913)

Unaufhaltsam heben sich die Parke / aus dem sanft zerfallenden Vergehn ...
        Parke, Die  Rainer Maria Rilke  Der neuen Gedichte Anderer Teil (1908)

Und Gott befiehlt mir, dass ich schriebe: / Den Königen sei Grausamkeit.
        Und Gott befiehlt mir  Rainer Maria Rilke  Das Stundenbuch (1905)

Und Nacht und fernes Fahren; denn der Train / des ganzen Heeres zog am Park vorüber.
        Letzter Abend  Rainer Maria Rilke  Neue Gedichte (1907)

Und deine Armen leiden unter diesen / und sind von allem, was sie schauen, schwer / und glühen frierend wie in Fieberkrisen / und gehn, aus jeder Wohnung ausgewiesen, / wie fremde Tote in der Nacht umher; / und sind beladen mit dem ganzen Schmutze, / und wie die Sonne Faulendes bespien ...
        Und deine Armen leiden unter diesen  Rainer Maria Rilke  Das Stundenbuch (1905)

Und dennoch: mir geschieht, / als ob ich ein jedes Lied / tief in mir ihm ersparte.
        Und dennoch  Rainer Maria Rilke  Das Stundenbuch (1905)

Und der Engel sprach und gab sich Müh / an dem Mann, der seine Fäuste ballte: / Aber siehst du nicht an jeder Falte, / daß sie kühl ist wie die Gottesfrüh.
        Argwohn Josephs  Rainer Maria Rilke  Das Marien-Leben (1913)

Und der Engel trat ihn an: Bereite / dich mir ganz. Und da ist mein Gebot.
        Don Juans Auswahl  Rainer Maria Rilke  Der neuen Gedichte Anderer Teil (1908)

Und doch, obwohl ein jeder von sich strebt / wie aus dem Kerker, der ihn hasst und hält ...
        Und doch  Rainer Maria Rilke  Das Stundenbuch (1905)

Und du erbst das Grün / vergangner Gärten und das stille Blau / zerfallner Himmel.
        Und du erbst das Grün  Rainer Maria Rilke  Das Stundenbuch (1905)

Und du wartest, erwartest das Eine, / das dein Leben unendlich vermehrt; / das Mächtige, Ungemeine, / das Erwachen der Steine, / Tiefen, dir zugekehrt.
        Erinnerung  Rainer Maria Rilke  Das Buch der Bilder (1902)

Und fast ein Mädchen wars und ging hervor / aus diesem einigen Glück von Sang und Leier / und glänzte klar durch ihre Frühlingsschleier / und machte sich ein Bett in meinem Ohr.
        Und fast ein Mädchen wars und ging hervor  Rainer Maria Rilke  Die Sonette an Orpheus (1922)

Und gieb, dass beide Stimmen mich begleiten, / streust du mich wieder aus in Stadt und Angst.
        Und gieb  Rainer Maria Rilke  Das Stundenbuch (1905)

Und ihre Hände sind wie die von Frauen, / und irgendeiner Mutterschaft gemäß; / so heiter wie die Vögel wenn sie bauen ...
        Und ihre Hände sind wie die von Frauen  Rainer Maria Rilke  Das Stundenbuch (1905)

Und ihre Stimme kommt von ferne her / und ist vor Sonnenaufgang aufgebrochen, / und war in großen Wäldern, geht seit Wochen, / und hat im Schlaf mit Daniel gesprochen / und hat das Meer gesehn, und sagt vom Meer.
        Und ihre Stimme kommt von ferne her  Rainer Maria Rilke  Das Stundenbuch (1905)

Und meine Seele ist ein Weib vor dir. / Und ist wie der Naëmi Schnur, wie Ruth.
        Und meine Seele ist ein Weib vor dir  Rainer Maria Rilke  Das Stundenbuch (1905)

Und seine Sorgfalt ist uns wie ein Alb, / und seine Stimme ist uns wie ein Stein ...
        Und seine Sorgfalt ist uns wie ein Alb  Rainer Maria Rilke  Das Stundenbuch (1905)

Und sie hatte ihn die ganze Nacht / angerufen, hingekniet, die schwache / wache Jungfrau: Siehe, dieser Drache, / und ich weiß es nicht, warum er wacht.
        Sankt Georg  Rainer Maria Rilke  Der neuen Gedichte Anderer Teil (1908)

Und sie hatten Ihn in sich erspart / und sie wollten, dass er sei und richte, / und sie hängten schließlich wie Gewichte / (zu verhindern seine Himmelfahrt) / an ihn ihrer großen Kathedralen / Last und Masse.
        Gott im Mittelalter  Rainer Maria Rilke  Neue Gedichte (1907)

Und sie schweigen, weil die Scheidewände / weggenommen sind aus ihrem Sinn, / und die Stunden, da man sie verstände, / heben an und gehen hin.
        Irren, Die  Rainer Maria Rilke  Der neuen Gedichte Anderer Teil (1908)

Und sieh, wie ihrer Füße Leben geht: / wie das der Tiere, hundertfach verschlungen / mit jedem Wege; voll Erinnerungen / an Stein und Schnee und an die leichten, jungen / gekühlten Wiesen, über die es weht.
        Und sieh  Rainer Maria Rilke  Das Stundenbuch (1905)

Und sieh: ihr Leib ist wie ein Bräutigam / und fließt im Liegen hin gleich einem Bache, / und lebt so schön wie eine schöne Sache, / so leidenschaftlich und so wundersam.
        Und sieh  Rainer Maria Rilke  Das Stundenbuch (1905)

Und was hättest du mir denn zu sagen, / und was gehst du meine Seele an, / wenn sich deine Augen niederschlagen / vor dem nahen Nichtgesagten?
        Sappho an Alkaïos  Rainer Maria Rilke  Neue Gedichte (1907)

Und wenn sie schlafen, sind sie wie an alles / zurückgegeben was sie leise leiht, / und weit verteilt wie Brot in Hungersnöten / an Mitternächte und an Morgenröten, / und sind wie Regen voll des Niederfalles / in eines Dunkels junge Fruchtbarkeit.
        Und wenn sie schlafen  Rainer Maria Rilke  Das Stundenbuch (1905)

Und wieder rauscht mein tiefes Leben lauter, / als ob es jetzt in breitern Ufern ginge.
        Fortschritt  Rainer Maria Rilke  Das Buch der Bilder (1902)

Unruh will ich über dich bringen, / schwingen will ich dich, umrankter Stab.
        Sappho an Eranna  Rainer Maria Rilke  Neue Gedichte (1907)

Unter türkischen Linden, die blühen, an Rasenrändern, / in leise von ihrem Heimweh geschaukelten Ständern / atmen die Ara und wissen von ihren Ländern, / die sich, auch wenn sie nicht hinsehn, nicht verändern.
        Papageien-Park  Rainer Maria Rilke  Der neuen Gedichte Anderer Teil (1908)

Unwillkürlich sehn sie seinem Spiel / lange zu; zuweilen tritt das runde / seiende Gesicht aus dem Profil, / klar und ganz wie eine volle Stunde, / welche anhebt und zu Ende schlägt.
        Kind, Das  Rainer Maria Rilke  Der neuen Gedichte Anderer Teil (1908)

Uraltes Wehn vom Meer, / Meerwind bei Nacht: / du kommst zu keinem her; / wenn einer wacht, / so muss er sehn, wie er / dich übersteht: / uraltes Wehn vom Meer / welches weht / nur wie für Ur-Gestein, / lauter Raum / reißend von weit herein...
        Lied vom Meer  Rainer Maria Rilke  Der neuen Gedichte Anderer Teil (1908)

Urne, Fruchtknoten des Mohns -- , / oh und die leichten, die roten / Blätter, die ihr unwissender Wind entriß...
        Urne, Fruchtknoten des Mohns  Rainer Maria Rilke  Gedichte und Texte aus dem Nachlaß 1906-1926 (1927)

Überfliessende Himmel verschwendeter Sterne / prachten über der Kümmernis.
        Überfliessende Himmel  Rainer Maria Rilke



www.sternenfall.de · 29.7.2006 · info@sternenfall.de
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